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Das Bodetal mit seinen interessanten Oberflächenausprägungen
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wurde bereits 1937 vom Cafè Waldkater in
Thale bis Treseburg unter Naturschutz gestellt,
um seine Unberührtheit vor naturfeindlichen
Eingriffen zu schützen.
Die Entstehung des Bodetales
Die Entstehung der Gesteine, die von den Wassern
der Bode und ihrer Nebenflüsse berührt
werden, reicht sicher nachgewiesen bis in das
Devon, das heißt 360 Mio. Jahre zurück.
Der lange Bildungsprozess des Gebirges begann
mit einer weitläufigen Meeressenke. An deren
Schwächezonen kam es zu untermeerischen Vulkanausbrüchen,
die jedoch teilweise über dem Meeresspiegel
Eruptionskegel aufbauen konnten. Etwa bis zu einer
Tiefe von 100 m unter dem Wasserspiegel säumte
ein am Ende dieser Phase über 600 m mächtiges
System von flachen Korallenbänken die marinen
Erhebungen. Als hier dieser spätere Massenkalk
entstand, kam es anderenorts zur Bildung von Tonschiefern,
Bandkalk, Grauwacken oder
Kieselschiefern.
Eingeschaltete Diabasergüsse verwirren das
Bild
der ohnehin schon komplizierten
Sedimentationsfolge weiter. Die sich ständig
vergrößernde Füllmasse des Meerestroges
drückte
mit ihrem Gewicht beulenartig in die heiße,
fast
flüssige Zone des oberen Erdmantels. Die
Störung
des Gleichgewichtes in diesem Bereich wurde dadurch
behoben, dass die Wurzelzonen der Trogfüllung
aufschmolzen. Die damit einhergehende Veränderung
der Dichte der nunmehr fast homogenen Schmelze
bewirkte ihr pilzförmiges Aufdringen in die
noch festen
Deckschichten. Das Temperaturgefälle von
mehr als
500 °C verursachte im Kontakt- (Berührungs-)
Bereich von Schmelze und Festgestein eine
Hitzeüberprägung des Festgesteins, vergleichbar
dem Brennprozeß in der Keramik.
So sind aus Grauwacken (sandsteinähnliche
Gesteine)
und Tonschiefern oder Bandkalken metamorphe Abarten,
die Hornfelse mit hoher Dichte, hervorgegangen.
Ihr Mineralbestand erinnert nur noch entfernt
an den des Ausgangssediments. Der Temperaturverlust
in der Schmelze selbst bewirkte das Auskristallisieren
der bekannten gesteinsbildenden Minerale Feldspat
(elfenbeinfarben bis rötlich), Quarz (durchscheinend
grau) und Glimmer (schwarzbraun bis hellbeige).
Damit war der Granit des Bodetales im Prinzip
fertig entstanden.
Allerdings mussten die übrigen Elemente,
die nicht zu Silikaten werden konnten, mit anderen
Bindungspartnern vorlieb nehmen, z. B. dem Schwefel,
und sich auch außerhalb des Granits plazieren.
Die beim Aufdringen des feuerflüssigen granitischen
Gesteinsbreies aufgerissenen Klüfte und Spalten
füllten sich jetzt mit den durch heiße
Wässer unterirdisch transportierten Mineralen,
wie Quarz, Bleiglanz (silberhaltig), Zinkblende,
Schwerspat, Kupferkies, Siderit, Kalkspat.
Erst sehr viel später - im Perm, vor etwa
270 Mill. Jahren - erlebte das Gebiet des Mittelharzes
seine letzte vulkanische Feuertaufe. Die gesamte
Mannigfaltigkeit der abgelaufenen geologischen
Vorgänge, als variszische Gebirgsbildung
bezeichnet, beanspruchte einen Zeitraum von rund
100 Mill. Jahren und erfasste weite Teile West-
und Mitteleuropas. Zeugen des erdinneren Kräftepotentials
bei gebirgsbildenden Prozessen sind u. a. die
gefalteten Grauwackenschiefer im Raum Altenbrak.
Die Ruhepause unter abermaliger Meeresbedeckung
dauerte bis in die Kreidezeit, vor ungefähr
100 Mill. Jahren. Ein Grundgebirgssegment, rund
100 km lang und 40 km breit, schob sich jetzt
über 2000 m vertikal nach oben. Zunächst
als Insel den Fluten des zurückweichenden
Meeres widerstehend, formte sich dieses Gebirgsstück
unter tropischem Klima, besonders rasch in der
Höhe durch Verwitterung schrumpfend, zum
heutigen Harz, einem Bruchschollengebirge.
Der letzte, anhaltende Schub im Tertiär,
vor rund 30 Mill. Jahren hob die Bruchscholle
Harz um weitere 400 m heraus, so dass die ehemalige
tertiäre Einebnungsfläche der heutigen
Harzhochfläche entspricht, in die sich dann
so markant das Bodetal eingetieft hat.
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Im Bodetal gibt es auch jede Menge Kulinarisches zu entdecken.
Wir wünschen schon jetzt Guten Appetit! |
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